Woche des Gebets für neue geistliche Berufe

Berufung ist ein kostbares Geschenk, das Gott in die Herzen sät, eine Herausforderung, aus sich selbst herauszutreten und sich auf den Weg der Liebe und des Dienstes zu begeben. Und jede Berufung in der Kirche – sei es laizistisch, für den ordinisierten Dienst oder für das geweihten Leben – ist ein Zeichen göttlicher Hoffnung zugunsten der Welt und jedes seiner Kinder.
 
In der heutigen Zeit fühlen sich viele junge Menschen angesichts der Zukunft verloren. Sie erleben oft Unsicherheiten bezüglich der Berufsaussichten und kämpfen in noch größerem Maße mit einer Identitätskrise, die eine Krise des Sinns und der Werte ist und deren Bewältigung durch die digitale Verwirrung noch schwieriger wird. Ungerechtigkeit gegenüber den Schwachen und Armen, die Gleichgültigkeit des egoistischen Wohlstands und kriegerische Gewalt gefährden die Vorstellungen vom guten Leben, die sie in ihren Seelen hegen. Der Herr, der das Herz des Menschen kennt, verlässt uns jedoch in der Unsicherheit nicht – im Gegenteil, er möchte in jedem von uns das Bewusstsein wecken, dass wir geliebt, berufen und gesandt sind als Pilger der Hoffnung.
 
Deshalb werden wir, die erwachsenen Mitglieder der Kirche, insbesondere die Hirten, aufgefordert, die neue Generation auf dem Weg der Berufung anzunehmen, zu unterscheiden und zu begleiten. Und ihr, junge Menschen, seid aufgerufen, die Hauptprotagonisten oder vielmehr Mitstreiter des Heiligen Geistes zu sein, der in euch den Wunsch weckt, das Leben zu einem Geschenk der Liebe zu machen.
 
aus der Botschaft des Heiligen Vaters zum 62. Welttag der Gebete um Berufungen, den gesamten Text HIER.